Wo die Antideutschen ihr Rüstzeug herhaben

Über das problematische Erbe der Frankfurter Schule

Referent: Klaus Linder, Komponist und Pianist

Es war in der Zeit eines aufkeimenden westdeutschen und US-amerikanischen Linksradikalismus in den sechziger und siebziger Jahren als die Frankfurter Schule mit Hilfe ihres marxistischen Rufes die Aufgabe wahrnahm, große Teile der studentischen Intelligenz von einer „nicht-revisionistischen“ Aneignung des Marxismus fernzuhalten.

Als neue Eliten standen die so Politisierten dann nach 1990 Gewehr bei Fuß. Sie waren die Schreibtischtäter des Jugoslawienkrieges, nachdem sie sich wenige Jahre zuvor an einer kritisch-theoretischen Karikatur des Marxismus berauscht hatten. Das sollte bedacht werden, wenn heute wieder Kräfte, die der Frankfurter Schule nahe stehen, in neuer Demagogie der Friedensbewegung vorwerfen, man wisse dort nicht, was “links“ und was „rechts“ sei.

Darüber diskutieren wir am

Freitag, 14. September 2018, 19.00 Uhr,
im MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg,
nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 2 €