Was bleibt vom Roten Oktober? Der Klassenkampf im 20. Jahrhundert

Referent: Domenico Losurdo, Philosoph und Historiker

In seinem in diesem Jahr auf Deutsch erschienenen Buch „Der Klassenkampf – oder die Wiederkehr des Verdrängten“ geht Domenico Losurdo unter anderem der Frage nach, was vom Roten Oktober 1917 geblieben ist.

Für ihn steht fest, dass auf der einen Seite utopische Vorstellungen „von der Umgestaltung (gar der Beseitigung) des gesellschaftlichen Seins des Staates, der Nation, der Religion, des Marktes etc.“, die ihren Ausgang in den Ereignissen des Oktobers 1917 hatten, „maßgeblich zur zwischen 1989 und 1991 erfolgten Niederlage des sozialistischen Projekts beigetragen“ haben. Andererseits wirkte die russische Revolution aber auch als Fanal für die „riesenhafte revolutionäre Welle, die das System der Arbeitsteilung auf internationaler Ebene fundamental änderte und selbst die internen Verhältnisse der westlichen Führungsmacht keineswegs unberührt ließ.“

Was ist also die Bilanz des großen Aufbruchs? Und wie haben wir die Rolle des Klassenkampfes dabei zu verstehen? Besteht er lediglich aus einem Konflikt zwischen Proletariern und Kapitalisten oder bezieht er auch andere Konflikte wie der zwischen unterdrückten und unterdrückenden Nationen aber auch Kämpfe zur Befreiung der Frauen und unterdrückter Rassen mit ein?

Zur Diskussion darüber laden wir für Montag, 30. Januar 2017, 19.00 Uhr, ein ins MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg, nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Um rechtzeitige Anmeldung unter info@mez-berlin.de wird gebeten.

Kostenbeitrag: 3 €