Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen - Marine Le Pen ante portas?

Referent: Pierre Lévy, Journalist 

Die französischen Präsidentschaftswahlen im April sind nicht allein für das Land von großer Bedeutung. Weitreichende Folgen könnten sie auch für die Europäische Union haben. Ein Sieg von Marine Le Pen vom Front National lässt die Aufgabe des Euros und sogar den Austritt Frankreichs aus der EU wahrscheinlich werden. Eine Desintegration der gesamten Union wäre die Folge.

Der ursprünglich als großer Favorit geltende Kandidat des bürgerlichen Lager, François Fillon, ist inzwischen in Skandale verwickelt und hat viel an Zustimmung verloren. Neuer Hoffnungsträger der Wirtschaftsliberalen ist Emmanuel Macron, der zwar aus der Sozialistischen Partei stammt, jetzt aber mit einer eigenen Bewegung antritt. Die Anhänger der gegenwärtig noch regierenden Sozialisten haben sich hingegen in Vorwahlen für einen Kandidaten des linken Flügels, für Benoît Hamon entschieden. Die Linkspartei, die Kommunistische Partei und ein Teil der Grünen haben sich auf Jean-Luc Mélenchon verständigt, der bereits bei den Präsidentschaftswahlen 2012 antrat und dabei im ersten Wahlgang elf Prozent erreichte.

Zur Diskussion über den Wahlkampf in Frankreich und die Perspektiven der verschiedenen politischen Lager laden wir ein
am Donnerstag, dem 30. März 2017, 19.30 Uhr (Achtung! Geänderte Anfangszeit),
ins MEZ ein, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg,
nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 2 €